Die Schläfer-Typologie: Über Bauch-, Seiten- und Rückenschläfer und eine erholsame Nacht

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 Der Träumende kennt keine Regeln, der Schlafende schon. Jeder Schläfer hat eine bevorzugte Position, in der er seine nächtliche Ruhephase genießt: Zu den drei häufigsten Schläfertypen zählen der Bauchschläfer, der Seitenschläfer und der Rückenschläfer. Dabei hat jeder dieser Typen einen eigenen Schlafcharakter sowie Vor- und Nachteile im Schlafverhalten, die die Schlafqualität beeinflussen. Wodurch sich die drei Schläfer auszeichnen und welches Bettequipment ihre Nacht versüßt, erklärt Schlafexperte Dawid Özkök, Inhaber des Berliner Betten-Shops, BeLaMa:
Der Seitenschläfer
Wie der Name sagt, schlummert er auf der Seite – dieser Schläfertyp ist am weitesten verbreitet. Circa zwei Drittel bevorzugen die Schlafposition, bei der sich das Körpergewicht des Mannes überwiegend auf den Fixpunkt Schulter verteilt. Die Druckstellen der Frau sind hingegen die Schulterzone und der Beckenbereich. In dieser Haltung verbessert sich die Atmung und der Rücken wird – unter den richtigen Bettbedingungen – entlastet. Dazu sollte die Matratze über eine Mittelzonenverstärkung verfügen und an den genannten Druckpunkten nachgeben. Der mittlere Rücken ruht auf der Matratze, sodass die Wirbelsäule eine gerade Linie bildet. Um dem Kopf den nötigen Halt zu geben, sollte das Kissen mittel fest und je nach Schulterhöhe relativ hoch sein. Dadurch lässt sich ein Überdehnen des Halses vermeiden, welches Verspannungen und unruhigen Schlaf zur Folge hat.

Der Rückenschläfer
Ein selteneres Exemplar ist der Rückenschläfer. Nur jeder fünfte Bundesbürger kann in dieser Position einschlafen. Im Gegensatz zu den anderen Schlaftypen verschwendet der Rückenschläfer wenig Zeit mit nächtlichem „Herumgewühle“ – er erwacht meist genauso, wie er eingeschlafen ist. Doch trotz seiner unbewegten Schlafhaltung schlägt er sich nicht selten mit Schmerzen und Verspannungen im Rücken herum. Da sein Körpergewicht auf den Fixpunkten oberer Rücken und Gesäß liegt, ist eine möglichst flache Haltung von Vorteil. Ein flaches Nackenstützkissen bettet den Nackenbereich optimal und ein Lattenrost mit Mittelzonen-verstärkung lässt das Gesäß einsinken, sofern der Lattenrost im Lendenwirbelbereich fester eingestellt ist. So kann die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Form entspannen.

Der Bauchschläfer
Noch seltener anzutreffen als der Seitenschläfer ist der Bauchschläfer. Gerade mal jeder achte Träumer schläft am besten auf dem Bauch. Dabei gilt diese Position als besonders angenehm und kann unter Umständen einen festen Schlaf begünstigen. Der genügsame Bauchschläfer verzichtet weitgehend auf den Komfort eines Kissens, da dies oft stört. Stattdessen werden gelegentlich die Hände als Ablage genutzt. Dabei kommt es allerdings häufig zu unangenehmen Verrenkungen der Arme und des Nackens. Ein flaches, weiches Kissen, das ein starkes Absinken des Kopfes verhindert und den Nacken – als Verlängerung der Wirbelsäule – gerade hält, kann da wahre Wunder wirken. Was die Matratze betrifft, unterscheiden sich männliche und weibliche Ansprüche stark. Sind die meisten Männer im Brustbereich auf eine härtere Unterlage angewiesen, muss die Matratze weiblicher Bauchschläfer in diesem Bereich nachgeben, der Beckenbereich sollte jedoch bei beiden Geschlechtern gestützt werden, sodass die Schläfer durch ein Absinken der Hüfte nicht ins Hohlkreuz verfallen.

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Neben den drei bekanntesten Schläfertypen gibt es etliche Mischformen – da wird ein Seitenschläfer über Nacht schon mal zum Rückenschläfer oder umgekehrt. „Grundsätzlich sollten aber alle Schläfer auf ihre individuellen Schlafbedürfnisse hören und ihr Bett entsprechend ausrüsten“, rät Özkök. „Nur wer richtig liegt, findet erholsamen Schlaf und bestreitet energiegeladen die Prüfungen des Alltags.“

 

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