So finde ich die richtige Armbanduhr für mich!

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Kaum ein anderer Alltagsgegenstand ist so universell einsetzbar und sagt dabei so viel über die Trägerin aus wie die Armbanduhr. Sie kann Statussymbol, praktischer kleiner Helfer, entscheidendes Modeaccessoire oder Sportzubehör sein. Femme.de zeigt, wie man die richtige Uhr für sich findet, was es dabei zu beachten gilt und bietet eine kleine Kaufberatung zur perfekten Armanduhr.

Wenn man mit seinen Freundinnen in der Stadt umherbummelt, gelangt man mit der Sicherheit einer wissenschaftlichen Gesetzmäßigkeit früher oder später in die Anziehungskraft des Schaufensters eines Juweliers. Dort feierlich aufgestellt ist der Stolz des Inhabers: die Armbanduhren. Die Preise der Markenuhren schaffen es hier mit Leichtigkeit in den fünfstelligen Bereich und unwillkürlich setzt sich der Gedanke fest, dass gute Uhren nun einmal so viel kosten müssen.

Doch zur großen Freude von Urlaubs- und Haushaltskasse ist dem nicht so. Wenn es um die pure Funktion des Zeiterfassens geht, ist es gut möglich, dass die Casio-Uhr für 50 Euro einen besseren Dienst leistet als die oben angesprochene Rolex. Doch wem geht es beim Uhrenkauf denn schon nur darum, die Uhrzeit auf die Sekunde genau zu erfahren? Femme.de möchte an dieser Stelle einen kleinen Überblick darüber geben, wie Sie die für sich passende Uhr finden und welche kosmetischen und praktischen Fragen Sie sich stellen müssen, damit Sie zum gewünschten Ergebnis zu gelangen – und das ohne zwingend verstehen zu müssen, was eine Duplex-Schwanenhalsfeder genau tut.

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Zu welchem Anlass möchten Sie die Uhr tragen?

An dieser einfachen Frage hängen schon sehr viele Folgeentscheidungen über den Look, die Funktionsweise der Uhr und die verbauten Materialien, daher sollte man Sie sich als erstes beantworten. Planen Sie die Uhr nur zu offiziellen Anlässen zu tragen oder soll sie ein täglicher Begleiter werden? Üben Sie einen Sport aus, bei dem Sie die Uhr tragen möchten? Wird es längere Zeiträume geben, in denen Sie das gute Stück nicht am Handgelenk haben?

Ob es eine Sport- oder Gala-Uhr werden soll, sie wird aus den drei gleichen Versatzstücken gefertigt sein: Gehäuse, Armband, Glas.

Das Gehäuse:

Armbanduhren werden aus den verschiedensten Materialien gefertigt: Edelstahl- und Keramikuhren sind genauso anzutreffen wie Titan– oder Carbonuhren oder Modelle aus Gelbgold, Weißgold oder Roségold. Sollten Sie planen, Ihre Uhr jeden Tag zu tragen, sollten Sie von den Goldvarianten eher absehen. Das meist verwendete 18 karätige Gold ist zwar härter als das 24 karätige, aber im Vergleich zu Edelstahl oder Keramik immer noch recht weich und daher anfällig für Kratzer, die im Alltagsgebrauch unweigerlich entstehen. Die Uhren aus Gold sind eher etwas für besondere Anlässe.

Wenn sie sich häufiger sportlich betätigen, sollten Sie ein Gehäuse aus Carbon in Erwägung ziehen. Diese sind ultraleicht, zeichnen sich aber gleichzeitig durch enorme Robustheit aus und werden daher häufig mit sportrelevanten Funktionen, wie etwa einer Stoppuhr, verbaut.

Das Armband:

Die gängigen Armbänder sind aus Leder (Schwein, Kalb, Rind, Krokodil etc.) oder Metall (Gold, Silber, Edelstahl, Titan..) gefertigt und beide Materialien haben ihre Pros und Contras. An dünnen Handgelenken wirken Metallarmbänder schnell klobig. Wenngleich es den Trend gibt, elfenhafte Hände durch große Uhren besonders hervorzuheben, ist hier Leder häufiger die richtige Wahl.

Diese nutzen sich jedoch vergleichsweise schnell ab und können zudem Wasser nicht so gut widerstehen wie das Pendant aus Metall. Die Frage nach dem richtigen Armband ist, wie vieles andere auch, eine Typfrage.

Das Glas:

Das Glas soll zwei Kriterien erfüllen: Möglichst unsichtbar sein und nicht brechen. Die hochwertigste Lösung ist hier entspiegeltes Saphirglas, welches sehr wenig reflektiert und nur dann zerkratzen sollte, wenn Sie mit einem Diamanten darauf herumkratzen. Preisgünstigere Alternativen sind entweder das Mineralglas, das ebenfalls sehr kratzfest ist, aber unter großen Belastungen brechen kann und Plexiglas. Dieses ist zwar quasi bruchsicher, dafür sind Kratzer schneller zu sehen und können den Blick auf das Ziffernblatt trüben.

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Mechanische Uhr oder Quarzuhr?

Im inneren jeder Uhr sorgen vier Komponenten für das gleichmäßige Vorrücken der Zeiger. Eine Energiequelle speist einen Schwinger oder Gangregler, die das Uhrwerk zu, Laufen bringt, welches dann eine ablesbare Uhrzeit auf die (analoge oder digitale) Zeitanzeige zaubert.

Die Quarzuhr ist die am häufigsten anzutreffende Technologie und funktioniert vergleichsweise simpel. Die über 30.000 Schwingungen pro Sekunde eines Quarzkristalls werden aufgefangen und über eine elektrische Schaltung so umgesetzt, dass genau eine Bewegung pro Sekunde resultiert. Quarzuhren laufen sehr exakt und durch die geringen Herstellungskosten, ist auch ihr Handelspreis vergleichsweise gering. Um den Quarzkristall mit Energie zu versorgen, ist jedoch eine Batterie vonnöten, die Sie ab und zu wechseln lassen müssen. Gut sortierte Uhrenshops bieten jedoch auch solarbetriebene Quarzuhren an, die ohne Batterie auskommen – vorausgesetzt Sie lagern die Uhr nicht in einer Schublade oder ähnlichem.

Eine mechanische Uhr hingegen ist ungleich komplizierter und wurde von einem Uhrmacher aus über 100 Einzelteilen zusammengebaut. Dadurch ist sie in der Regel teurer, kann aber auch noch Jahrzehnte nach dem Kauf repariert werden und hochwertige mechanische Uhrwerke überdauern Generationen. Angetrieben wird die Uhr durch eine Triebfeder, die manuell aufgezogen werden muss, dafür jedoch keine Batterien braucht.

Ist für Sie Charme und ein gewisser Nostalgiefaktor entscheidend, sollten Sie sich für eine mechanische Uhr entscheiden, die das größere Flair versprühen. Sie stehen für Langlebigkeit, wollen aber auch alle 2-3 Tage aufgezogen werden und sind kostspieliger als die Quarzuhren. Diese können auch mal 2 Jahre im Schmuckkästchen liegen und bedürfen kaum Wartung.

Worauf sollte ich außerdem noch achten?

  • Achten Sie darauf, dass der Übergang von Armband zu Uhrengehäuse sauber verarbeitet ist. Exponierte oder scharfe Kanten sind der natürliche Feind von Blusen und Cashmerepullovern.
  • „Wasserdicht“ bedeutet nicht wasserdicht im Sinne unseres Alltagsverständnisses, sondern lediglich, dass die Uhr Spritzer verkraften kann. Eine Uhr kann man gefahrlos beim Schwimmen tragen, wenn sie einem Druck von 10 bar standhält.
  • Lassen Sie sich auf keinen Fall eine billige Uhr im Ausland andrehen. Der Zoll achtet auf Fälschungen. Ein billiges Schnäppchen kann so schnell zum teuren Ärgernis werden.
  • Kaufen Sie ihre Uhr bei einem Juwelier ihres Vertrauens oder einem zertifizierten Onlineshop. Manche Onlineläden wie timeshop24 bieten sogar Ladengeschäfte und sehr guten Reparaturservice aus Uhrmacherhand an.

 

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