Das Ende des Magerwahns

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Immer mehr Teenager verfallen Krankheiten wie Magersucht oder Bulemie. Sie versuchen auszusehen, wie die Models im Fernsehen und auf den Zeitschriften. Ihr Traumgewicht dominiert ihr Leben. Eine Australierin arbeitet jetzt an einer Dokumentation, die helfen soll, die Welt zu verändern – damit Frauen ihren Körper wieder lieben können.

Eine Frau sieht in den Spiegel und weint. Jeder Makel ihres Körpers wird ihr bewusst; sie ekelt sich vor dem überschüssigen Fett, vor Cellulite, vor sich selber. Am liebsten würde sie gar nicht mehr aus dem Haus gehen und jeden Zentimeter Haut vor der Welt verstecken. Kennen Sie das Gefühl? Viel zu viele Frauen können diese Frage mit einem eindeutigen Ja! beantworten. Kein Wunder – in den Medien werden schlanke, stark geschminkte Mädchen und Frauen angepriesen. Die Werbung flüstert uns neue Diäten ins Ohr und auf dem Cover der nächstbesten Zeitschrift grinst uns ein mit Photoshop bearbeitetes Model entgegen. Die Botschaft: Sei perfekt!

Aber was ist perfekt? Wenn man den Medien Glauben schenken darf, dann ist dünn und makellos optimal. Ein Schönheitsideal, das fast auf der ganzen Welt verehrt wird. Fiese Kommentare und Häme begegnen einem selbst auf der Straße gelegentlich, betrunkene Männer lachen einen aus und strafen einen mit angewiderten Blicken, wenn man diesem Ideal nicht entspricht. Auch Australierin Taryn Brumfitt hasste ihren Körper. Zu dick, hässlich, nicht liebenswert. Dank Sport und Diät nahm sie ab, baute Muskeln auf und entsprach eben diesem Schönheitsideal der Medien – doch an ihrer Denkweise über ihren Körper änderte sich nichts. Ein Vorher/Nachher Bild von ihr im Internet sorgte für einen Aufschrei; viele verstanden nicht, wie jemand die Veränderung von schlank zurück zu kurvig für gut anpreisen konnte. Taryn fasste einen Entschluss: Sie möchte die Welt verändern. Sie möchte zeigen, dass eine Frau ihren Körper lieben kann egal welche Figur sie hat. Sie möchte Frauen auf der ganzen Welt helfen, glücklicher zu werden. Und hier beginnt das Projekt „Embrace“.

„Embrace“ ist eine Dokumentation, die über Kickstarter finanziert wird. Thematisiert wird Taryns Geschichte, das Schönheitsideal der Medien und die Gefühle, die Frauen über ihren Körper hegen. All dies dient dem einen Zweck: die Welt verändern. Frauen zu zeigen, dass sie sich so lieben dürfen, wie sie sind. Schaut man sich das Kickstarter Video an, dann erfährt man in kurzen Interviews von Passantinnen, dass sie unzufrieden mit ihrem Körper sind. „Beschreiben Sie Ihren Körper mit einem Wort“ ist die Aufgabe. Das Ergebnis: „pummelig“, „nicht perfekt“. Kaum eine Frau ist glücklich mit ihrem Äußeren. Prominente wie Ashton Kutcher („Two and a half man“) werben für Taryns Projekt. So schrieb der Schauspieler bei Facebook “Das ist gut für die Welt“. Und wenn man sich Gedanken über dieses Thema und die vorgefertigte Norm des Schönheitsideals macht, dann kommt man nicht umhin zu sagen: Ashton Kutcher hat recht.

„Embrace“ hat das Potential, die Welt aufzuwecken. Einen Aufschrei zu erzeugen, wie es das Vorher/Nachher Bild geschafft hat. Taryn Brumfitt will mit ihrem Mut den Frauen auf dieser Welt helfen, einen neuen Weg zu gehen. Einen Weg in ein neues Leben – ohne Hass auf den eigenen Körper.

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