Kontaktlinsen in der Pollenzeit?

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Kaum schaut die Sonne verstärkt hinter den Wolken hervor, geht es wieder los: Tränende Augen, triefende Nasen und das ständige Suchen nach einem Taschentuch. Allergien machen immer mehr Menschen zu schaffen, jeder sechste Deutsche leidet heute an Heuschnupfen und die Tendenz ist steigend. Wirklich anstrengend wird es im Frühling für Kontaktlinsenträger. Ob man die Sehhilfe bei Pollenflug weiter tragen kann und welche Tipps und Tricks wirklich helfen, erfahren Sie hier!
Pollenzeit ist Tränenzeit

Je nachdem, auf welche Blütenpollen man allergisch reagiert, können die Allergiesymptome schon im März auftreten und sich bis in den Herbst hinziehen. Dabei kommt es nicht nur zu einer triefenden Nase, sondern in der Regel auch zu tränenden und juckenden Augen. Auch die Haut kann betroffen sein – es bilden sich juckende Quaddeln oder Pusteln. Ebenfalls zum Heuschnupfen gehört die Hausstauballergie. Sie attackiert Allergiker sogar das ganze Jahr lang. Gereizte Schleimhäute sorgen bei allen Formen der Allergie meist auch für ständiges Niesen. Wer Kontaktlinsen trägt, ist in der Regel von den juckenden und tränenden Augen besonders betroffen. Viele glauben, in der Allergiezeit komplett auf ihre Linsen verzichten zu müssen. Wenn man einige Tipps beachtet, ist das Tragen von Kontaktlinsen in der Regel aber problemlos möglich.

Allergiker und Kontaktlinsen – passt das zusammen?

Brennende, juckende und nässende Augen sind eines der unangenehmsten Symptome des Heuschnupfens. Grund dafür ist die Reizung der Schleimhaut, welche das Auge eigentlich schützen sollte. Die Immunzellen in der Schleimhaut überreagieren auf die allergieauslösenden Stoffe (kurz: Allergene). Je nach Schwere der Allergie können die Augen nur leicht tränen, stark jucken oder sogar anschwellen. Als Kontaktlinsenträger sollte man zunächst die schwere der allergischen Reaktion in Betracht ziehen – bei sehr schweren Symptomen ist es sicherlich besser, auf die Ersatzbrille auszuweichen, besonders dann, wenn das Sehen lebenswichtig ist, z. B. beim Autofahren. Alle anderen sollten als ersten Schritt in der Allergiezeit auf Tageslinsen umsteigen: Jeden Tag ein neues Paar Linsen gewährleistet, dass sich keine Pollen auf der Linse absetzen. Außerdem sind harte Linsen der weichen Variante vorzuziehen. Weiche Linsen besitzen relativ große Poren – hier können sich Pollen, aber auch Augentropfen absetzen und zu Reizungen führen.

Tipps und Tricks für Linsenträger in der Pollenzeit

Die erste Regel in der Pollenzeit lautet: Finger weg von Augen! Durch ständiges Reiben der Augen gelangen nur mehr Bakterien oder Pollen in die Augen. Augentropfen können den Juckreiz gut lindern, dabei sollte man aber darauf achten, dass sie mit den Kontaktlinsen verträglich sind. Auch Nachbenetzungstropfen können helfen, die Hornhaut der Augen zu beruhigen und den Juckreiz zu lindern. Wer Monats- oder Jahreslinsen trägt, sollte entweder auf Tageslinsen umsteigen, oder die Linsen mit entsprechenden Linsenpflegeprodukten besonders gut reinigen. Wer die Reinigung der Linse abends vergisst, muss sich nicht wundern, wenn die Augen am nächsten Tag besonders stark reagieren. Eine Sonnenbrille gehört im Sommer zum Must-Have für jeden Kontaktlinsenträger. Sie schützen die Augen nicht nur vor herumfliegenden Pollen und verhindern so ein Absetzen der Allergieauslöser auf der Kontaktlinse – sie schützen die Augen außerdem vor schädlichen Sonnenstrahlen. Wer diese Tipps beachtet, kann auch im Frühling problemlos seine Kontaktlinsen tragen und die schönste Jahreszeit genießen.