Pflegeoffensive: So retten Sie geschädigtes Haar

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Wenn die Bad-Hair-Days sich häufen, sind Frauen schnell der Verzweiflung nah. Wir haben mal zwei Haar-Experten gefragt, mit welchen Tricks dünnes Haar voluminöser wird und wie man stumpfes, lockiges Haar zur Prachtmähne pflegt.
Schöne Haare wie einst Rapunzel - ein echter Hingucker, aber auch ein spektakulärer Aufwand. Bis zu 150.000 Haarfasern auf dem Kopf wollen gepflegt und gehegt werden. Eine Herausforderung, der sich vor allem Frauen nahezu täglich stellen. Und das mitunter nicht ohne Schmerzen, wenn die Haarpracht nicht ausreichend Pflege erhält. Dann heißt es beim Haare kämmen Zähne zusammenbeißen.
Stumpf statt glänzend - nicht ohne Grund
Viele Frauen kennen das Gefühl, dass sich ihr geschädigtes und stumpfes Haar schwerer kämmen lässt als eine gesundes und glattes. Das hat seinen Grund: Haar besitzt eine äußere Schicht aus sich überlappenden Schuppen, die aus Keratin und Lipiden aufgebaut ist. Liegen die Schuppen eng an, hat das Haar eine glatte Oberfläche, es wirkt geschmeidig und lässt sich gut kämmen. Schädigungen beginnen an dieser Oberfläche - sie machen die Haare stumpf.
Welche Einflüsse das Haar noch schädigen, weiß Hair-Care-Experte Dr. Sven Fey von Nivea: „Dies können natürliche Faktoren sein wie beispielsweise UV-Licht, mechanischer
Stress wie kämmen oder Hitze durch Fönen und Glätteisen - und nicht zuletzt auch chemische Verfahren wie Dauerwellen, Blondierung und Haarfärbung.“
Ist der Schaden erst mal im Haar, ist Pflege angesagt - und die kann je nach Problemlage auf dem Kopf gänzlich unterschiedlich ausfallen. Simone Höpfner, Friseurin und Nivea-Hairstylistin: „Schönes Haar heißt gesundes Haar durch die richtige Pflege abgestimmt auf die Haarqualität, Volumen und Glanz.“
Feines Haar: Haare ab oder Volumen-Shampoo
Feines Haar ohne Volumen. Hair-Care-Experte Dr. Sven Fey: „Zum einen ist es natürlich die Anzahl der Haare auf dem Kopf, zum zweiten ist es der Durchmesser der Haare. Das dritte ist auch die Stärke der Haare. Das heißt, je kräftiger ein Haar, desto steiler kann es von der Kopfhaut abstehen und desto mehr Volumen kann ich in die Frisur hineinbringen.“
Hair-Stylistin Simone Höpfner: „Schnitt ist das A und O, wenn man gerne mehr Volumen haben möchte.“ Wer für den Schnitt nicht mutig genug ist, kann Volumenshampoo benutzen. Das Geheimnis darin: Es beschwert die Haare nicht! Feine Haare sind also kein Schicksal. Und dickes Haar wie bei Rapunzel vermag eine Menge auszuhalten: Ein einzelnes Haar kann 100 Gramm - also eine Tafel Schokolade halten. Zehn Haare damit schon 1 Kilogramm - das entspricht einer Tüte Milch. Und ein Haarschopf könnte theoretisch einen ganzen Linienbus halten! Die Schwachstelle ist die Kopfhaut - sie würde dieser Belastung nicht standhalten!
Stumpfes, lockiges Haar
Auch für dichtes, lockiges Haar ohne Glanz haben die Nivea-Experten einige Tipps: „Wichtig ist“, so Simone Höpfner, „dass man im nassen Haar eine gut abgestimmte Pflege nimmt, um das Haar gut vor zu conditionieren - und dann entsprechende Stylingprodukte.“
Stylingprodukte sollten immer erst nach dem Waschen in die Haare gegeben werden. Dabei kommt Haarschaum bei Locken nur in die Haaransätze. Ins restliche Haar gehört sogenannter „Lockenbalm“. Der hilft, die Locken zu definieren. Und dann zählen auch Fingerfertigkeit und Know-How am Fön. Simone Höpfner: „Immer Überkopf anfangen, dass man schon den Nacken und hinter den Ohren von unterhalb schon gut vortrocknet hat - und dann zum Schluss einmal das Deckhaar. Und nie ganz trocken fönen.“
Gegen lockige Pracht ist kein Kraut gewachsen, die bekommt man in die Wiege gelegt. Dr. Sven Fey: „Die Haarwurzeln können gerade in der Kopfhaut liegen, also vertikal zur Kopfhaut, dann sind die Haare glatt. Wenn die Haarwurzeln mehr oder weniger gebogen sind, dann entstehen wellige Haare beziehungsweise Locken. Das ist genetisch festgelegt und lässt sich damit nicht beeinflussen.“
Dienstag, 27.03.2012 |
sd
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