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Buchvorstellung: Manchmal schauen Sie so aggro!

Titelbild
In ihrem Buch "Manchmal schauen Sie so aggro" erzählt die Lehrerin Hildegard Monheim, was ihr während des Schulalltags zwischen Leiden und Lachen so alles widerfährt und gibt zehn Tipps, wie man als Lehrer die Schule überlebt.

Inhalt
Nur drei Jahre nach dem Abitur wurde Hildegard Monheim, die sich als Schülerin selbst über Lehrer und Schule geärgert hatte, auf eine Klasse losgelassen – der Praxisschock war unvermeidbar. 38 Jahre später und um viele Erfahrungen reicher reflektiert die nun gestandene Pädagogin, was es bedeutet, Lehrerin zu sein. Oft strampelt sie sich ganz schön ab, gelegentlich fühlt sie sich wie in einer Comedy. Trotz allem aber schaffte sie es, sich ihren Enthusiasmus zu bewahren, und weiß: Der Lehrerberuf ist genau das, was sie machen will. Was ihr zwischen Leiden und Lachen so alles widerfährt, bringt sie in "Manchmal schauen Sie so aggro" humorvoll auf den Punkt – und spart dabei nicht mit kritischer Reflexion und Selbstironie.

Die Autorin
Hildegard Monheim, Jahrgang 1955, widmete sich nach zehn Jahren als Lehrerin erst mal ihren eigenen Kindern. Inzwischen unterrichtet sie schon wieder zehn Jahre lang als Lehrkraft an einer Hauptschule. Das Schreiben war schon immer eine ihrer Leidenschaften. Nun ist es ihr ein Anliegen, aus dem Nähkästchen zu plaudern und zu zeigen, wie der Lehrerberuf wirklich ist.

Zehn Tipps von Hildegard Monheim, wie man die Schule überleben kann:

1. Versuchen Sie, so wenig wie möglich persönlich zu nehmen. Ein Kollege hat Sie heute nicht gegrüßt? Eine Schülerin hat Sie angepöbelt? Der Chef war ungerecht zu Ihnen? Zerfließen Sie nicht in Selbstmitleid, sondern denken Sie: Der/ die hat wohl ein Problem! Was natürlich nicht heißt, dass ein Lehrer nicht selbstkritisch sein soll, ganz und gar nicht. Deshalb:

2. Hinterfragen Sie sich selbst und Ihr Verhalten immer wieder kritisch. Nehmen Sie auch kritische Anregungen – von Schülern, Eltern und Kollegen – dankbar an. Nicht jede Kritik muss böse gemeint sein. Manchmal schleicht sich Negatives oder gar Kontraproduktives in das eigene Lehrerverhalten, das einem selbst nicht mehr auffällt. Wer bereit ist, an sich zu arbeiten, eröffnet sich selbst neue Wege und Möglichkeiten.

3. Tauschen Sie sich mit Kollegen aus. Das funktioniert erfahrungsgemäß nicht mit allen Kollegen. Aber wenn sie ein paar finden, bei denen die Wellenlänge stimmt, dann nutzen sie dies. Erzählen Sie, was heute wieder schiefgelaufen ist. Fragen Sie, wie er/sie das lösen würde. Ermuntern Sie, wenn der andere verzagt ist. So muss keiner an all dem Belastenden ersticken und jeder spürt: Nicht nur mir geht es so!