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Buchvorstellung: Null-Null-Siebzig

Titelbild
Ex-Agent James Gerald zieht vorübergehend in das Seniorenheim Eaglehurst, um den Tod seines Freundes William Morat aufzuklären. Kurz nach James' Ankunft kommen zwei weitere Heimbewohner zu Tode - und James entdeckt ein dunkles Geheimnis.

Inhalt
Ex-Geheimagent James Gerald (70) zieht von London vorübergehend in die Seniorenresidenz Eaglehurst im südenglischen Hastings, um den mysteriösen Tod seines Freundes William Morat aufzuklären. Nur widerwillig lässt der nach einer Bronchitis geschwächte James die penetrante Fürsorglichkeit der Heimleiterin Mrs White, plüschige Tanztees, den Homöopathie-Hokuspokus von Dr. Goat und den Limerick-Club der entzückenden Schwestern Edith und Eleonora über sich ergehen und macht notgedrungen gute Miene zu dem Spitznamen »Null-Null-Siebzig«, den ihm das Pflegepersonal verpasst. Ein plötzlicher Todesfall beim Bingo bestätigt bald James’ Verdacht, dass es hinter den Mauern des ehemaligen Grandhotels nicht mit rechten Dingen zugeht. Da trifft es sich gut, dass seine langjährige Kollegin und Londoner Nachbarin Sheila Humphrey – temperamentvoll, attraktiv, Orchideenliebhaberin und mit ihren 67 Jahren immer noch begeisterte Minirock-Trägerin – vorbeischaut, einen Spezialrollator mit eingebauter Reizgasdüse im Gepäck. Eine gefährliche Mörderjagd beginnt…

Die Autorin
Marlies Ferber wurde in der Nähe von Wattenscheid geboren. Sie arbeitet als freie Autorin und Übersetzerin und lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern im Ruhrgebiet.

Leseprobe
James fuhr im Wagen vor. Es knirschte kein Kies, denn Eaglehurst war kein vornehmes Hotel in einem der besseren Orte an der englischen Südküste. Dies war Hastings, eine Stadt, deren glorreiche Zeit vorbei war. Es gab noch gute Wohnlagen, weiter im Hinterland, doch direkt an der einst prachtvollen Küstenstraße waren die Immobilienpreise gesunken, und die großen viktorianischen Hotels standen leer oder dienten anderen Zwecken: Büros waren hier untergebracht, Sprachschulen, billige Wohnungen. Eines der größten Gebäude, schräg gegenüber dem Pier, war früher das »Empire«. James blickte an der imposanten Fassade hoch, als die Tür des Taxis aufgeschoben wurde. Nichts deutete darauf hin, dass dies kein Hotel mehr war.